Test Kredite Banken

Testkredite Banken

Häufig gestellte Fragestellungen und deren Beantwortung zum EU-weiten Stress-Test 2016 Um was geht es beim EU-weiten Stress-Test 2016 ? Dieser Stress-Test umfasst 51 Banken, die 70% der Gesamtaktiva in der EU ausmachen. Für den Stress-Test und seine Methodologie ist die European Banking Authority (EBA) zuständig. Ziel dieses Tests ist es, herauszufinden, wie sich die Kapitalposition einer Hausbank über einen Zeitabschnitt von drei Jahren (d.h. bis 2018) in einem Basis- und einem Stress-Szenario auf der Grundlage von Angaben zum Ende des Jahres 2015 verändert.  

Als Ausgangsszenario dient die Europäische Komission, als allgemeines negativeszenario der Europäische Rat für systemische Risiken (ESRB). In der Eurozone ist die Aufsichtsbehörde der EZB für die Koordination der Weisungen an die Banken zuständig. Sie erhält die relevanten Informationen und führt eine Qualitätskontrolle durch, d.h. sie überprüft die Bankdaten und die Resultate des Belastungsproben.

Von den 51 Banken, die am Stress-Test des EBA teilnehmen, werden 37 von der EZB unmittelbar überwacht, was 70 % der Bankguthaben des Euroraums entspricht. Die EBA wird am 28. Juni 2016 die individuellen Ergebnisse aller am Streßtest der EBA beteiligten Banken sowie detaillierte Bilanz- und Debitoreninformationen (Stand Ende 2015) veröffentlichen. Gleichzeitig durchläuft die EZB weitere 56 Banken, die von der EZB unmittelbar überwacht werden, einen Stress-Test nach der gleichen Methoden.

Bei diesem aufsichtsrechtlichen Test der EZB werden die Resultate nicht aufbereitet. Den Banken steht es frei, die sie betreffenden Geschäftsergebnisse zu publizieren, aber die Publikation beinhaltet keine Zustimmung der EZB. Die Banken können den Test weder "durchfallen" noch "bestehen". Säule 2 kann aus den Resultaten des Belastungstests nicht mechanisch abgeleitet werden, da die Resultate nur einer von vielen zu betrachtenden Einflussfaktoren sind.

Was wird in diesem Stress-Test tatsächlich geprüft? Der aktuelle Stress-Test zeigt auf, wie sich die Eigenkapitalausstattung der Banken in einem Basis- und einem Stress-Szenario auf Basis einer stagnierenden Konzernbilanz im Zeitraum von drei Jahren bis 2018 entwickeln wird. Dieses ungünstige Umfeld umfasst die vier Systemrisiken, die nach Ansicht des ESRB die Hauptrisiken für die Stabilität des europäischen Banksektors darstellen:

b) die schwachen Ertragsperspektiven für die Banken vor dem Hintergrund eines geringen Nominalwachstums mit noch nicht abgeschlossener Bilanzanpassung, c) die zunehmenden Besorgnisse über die Tragfähigkeit der Verschuldung im öffentlich-rechtlichen und nicht-finanziellen Privatsektor mit geringem Nominalwachstum und d) die möglichen Spannungen in einem schnell wachsenden Schattenbanksektor, der durch Infektionseffekte und Liquiditätsrisiken verschärft wird.

Im Vergleich zum Stress-Test 2014 ist das widrige Umfeld in diesem Jahr aufgrund der höheren Anzahl konservativer Elemente strenger. Darüber hinaus ist die Wahrscheinlichkeit, dass in diesem Fall ein Schock eintritt, höher, so dass die negativen Effekte früher im Stresstest-Horizont zu spüren sind. Die aufgrund makroökonomischer Verspannungen mit Zeitverzögerung auftretenden Bankausfälle werden die zu erwartenden Effekte des Risikos erhöhen.

Als Beispiel dafür gilt, dass der Stress-Test 2016 erstmalig spezielle Stress-Testmethoden für Betriebs- und Verhaltens-Risiken aufzeigt. Die Prüfung erstreckt sich über einen Zeitraum von drei Jahren und beruht auf einer ruhigen Bilanz. Daher wird für die Zwecke der Stressprüfung davon ausgegangen, dass innerhalb des Stresstest-Horizonts fällige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten durch solche Instrumente abgelöst werden, die in Bezug auf Ursprungsreife, Bonität, geografische Lage usw. vergleichbar sind.

Daher bleibt die Geschäftszusammensetzung und das Unternehmensmodell unveränderte und die von der Gesellschaft über den Zeitraum von drei Jahren ergriffenen Gegensteuerungsmaßnahmen als Antwort auf unterstellte Vorkommnisse in den Stresstest-Szenarien werden nicht mitgerechnet. Somit könnte es sein, dass die Banken in der Realität besser aufgestellt sind als im negativen Stresstest-Szenario. Wird bei dem Belastungstest die Auswirkung des Ergebnisses des britischen Volksentscheids auf seine EU-Mitgliedschaft mitberücksichtigt?

Die negativen Szenarien sind wesentlich negativer als die Analystenprognosen über die negativen Auswirkungen eines Brexits auf die Konjunktur. Obwohl die Hypothesen kein einziges Ereignis vom Typ eines Brexits beinhalten, sind die Hochrechnungen für das Bruttoinlandsprodukt des Euroraums (BIP) im negativen Fall in jedem Jahr des Stresstests düsteren als die von den Experten prognostizierten negativen Auswirkungen eines Brexits auf das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts.

Wie werden notleidende Kredite im Stress-Test berücksichtigt? EUweite Belastungstests sind Solvenztests, um festzustellen, ob Banken nach Verlusten aufgrund veränderter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen zahlungsfähig bleiben. Der Stress-Test 2016 des EBA basiert auf der finanziellen Situation einer Hausbank zum Stichtag ist. Dabei werden die Folgen der verschiedenen von der EuropÃ?ischen Komission und dem ESRB definierten Drehkreuze unter Verwendung der von der EBA entwickelten Methode nachgestellt.

Bei der Methodik des Stresstests wird das Portfolio der Non-Performing Loans berücksichtigt: Die Banken müssen die Effekte des Stress-Szenarios auf das Volumen der Non-Performing Loans nachbilden. Die ausfallenden Kredite der Banken sind im Zuge des Testverfahrens zusätzlichen Belastungen unterworfen, was im Stress-Szenario zu weiteren Kreditausfällen auftritt. Was sind aufsichtsrechtliche Massnahmen erforderlich, wenn die Banken die Eigenkapitalanforderungen nicht einhalten?

Bei der Stressprüfung geht es nicht um das Bestanden oder Scheitern. In Verbindung mit diesem Test werden keine Hürdenraten oder Mindesteigenkapitalwerte festgesetzt. Das Ergebnis des Stress-Tests wird jedoch in den fortlaufenden Aufsichtsdialog miteinfließen. Das Stresstestsystem wird von der EZB als wesentlicher Bestandteil des Aufsichts-, Überprüfungs- und Bewertungsprozesses (SREP) verwendet, der noch in diesem Jahr fertiggestellt werden soll.

Sie wird unter anderem auch als einer der Eingangsfaktoren für die aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalanforderungen von Banken verwendet. Der aufsichtsrechtliche Eigenkapitalbedarf richtet sich nach dem jeweiligen Eigenmittelprofil einer Banken. Im SREP 2016 bestehen sie erstmalig aus zwei Komponenten: Der Bedarf der Säule 2 ist bindend, Verletzungen können direkte Rechtsfolgen für die Banken haben.

Die Empfehlungen der zweiten Säule sind nicht direkt bindend und ihre Nichteinhaltung führt nicht unbedingt zu rechtlichen Schritten. Allerdings geht die EZB davon aus, dass die Banken die Empfehlungen der Säule 2 einhalten. Grafik 1 stellt die "Reihenfolge der Schichtung" der einzelnen Kapitalkomponenten nach den EBA-Anforderungen dar. Nach der " Ordnung der Schichteinteilung " entsprechen die von Schäden betroffenen Banken zunächst nicht mehr den Empfehlungen der Säule 2.

Kommt eine der Banken ihren Empfehlungen der zweiten Säule nicht nach, so analysiert die Aufsicht die Ursachen und Hintergründe der Nichteinhaltung im Einzelnen und definiert gegebenenfalls konkrete Aufsichtsmaßnahmen. Tritt eine weitere Verschlechterung der Kapitalausstattung einer Hausbank ein, die zu einer Überschreitung der gemeinsamen Puffersituation führen kann, werden automatisierte Massnahmen zur Beschränkung der ausschüttungsfähigen Mittel der Hausbanken (z.B. Dividenden oder Boni) eingeleitet.

Ist es wahrscheinlich, dass die Eigenkapitalanforderungen im Bankenwesen aufgrund des Stress-Tests im Schnitt anwachsen werden? Bereits 2015 vertrat die EZB in ihrer aufsichtsrechtlichen Aufsicht die Ansicht, dass im Euro-Währungsgebiet genügend Eigenkapital zur Verfügung stehe und dass sie beabsichtigt, die aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalanforderungen unter gleichbleibenden Rahmenbedingungen konstant zu halten. In diesem Zusammenhang wurde die Absicht geäußert, die Eigenkapitalanforderungen zu stabilisieren. Daher ist nicht zu befürchten, dass die Resultate des Stress-Tests zu einem erhöhten Gesamtkapitalbedarf im Bankensektor werden.

Die Eigenmittelanforderungen wurden in den Streubesitz-Beschlüssen von 2015 als Eigenmittelanforderungen der 1. und 2. und der gemeinsamen Eigenmittelunterlegung festgelegt. Mit Blick auf die 2016 eingeführte neue Komponenten, die Empfehlungen der 2. Säule, werden die Eigenmittelanforderungen für Banken im Hinblick auf die Vorgaben der 1. und 2. und 2. bis auf weiteres gesenkt. Gleichzeitig bleibt der Gesamtkapitalbedarf, einschließlich der Empfehlungen der zweiten Säule, in etwa gleich.

Der MDA ist der Höchstbetrag, den eine Hausbank auszahlen darf (z.B. für Boni oder Dividenden). Ein Kreditinstitut, dessen Eigenmittelquote unter den Auslöser des MDA sinkt, ist einer Beschränkung der Ausschüttungsquote unterworfen. Wie werden die Resultate des Stress-Tests im SREP Berücksichtigung finden?

Bei der Definition von Aufsichtsmaßnahmen werden die qualitativ hochwertigen Resultate des Stress-Tests einbezogen und können sich bis hin zu den Anforderungen der Säule 2 auswirken. Das quantitative Ergebnis des Stress-Tests - der Abfall der Hard Core Capital Ratio (CET1 Ratio) der Banken im widrigen Stress-Test-Szenario über den Berichtszeitraum Ende 2015 bis 2018 - ist einer der Gründe, die sich in den Empfehlungen der Säule 2 niederschlagen.

Die Ergebnisse der Banken im Stress-Szenario bezogen auf die Eigenmittelquote von 5,5 Prozent - oder bei G-SIBs (Global Systemically Important Banks) 5,5 Prozent plus G-SIB-Puffer - sind einer der Benchmarks. dem spezifischen risikoprofil des Institutes und seiner Sensibilität gegenüber den Stress-Szenarien; Veränderungen seines risikoprofils nach dem stress test-Stichtag (31. 12. 2015); effekte aus der anzunehmenden stagnierenden bilanzierung im stress test und den von der banken getroffenen massnahmen zur reduzierung der risikosensitivität (z.B. einschlägige anlagenabgänge).

Daher werden die Resultate des Stress-Tests nicht-mechanisch in die Empfehlungen der Säule 2 übernommen. 1. wie wird der Capital Maintenance Buffer im SREP 2016 aufbereitet? Was den Capital Conservation Buffer (CCB) betrifft, so unterscheidet sich der von der Bankenaufsicht der EZB im Rahmen des SREP in diesem Jahr gewählte Lösungsansatz von dem bisherigen: Die volle Implementierung der CCB ist nicht mehr beabsichtigt.

Mehrere Mitgliedsstaaten (Zypern, Estland, Finnland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Slowakei und Italien) haben entschieden, dass Banken mit Sitz in diesen Mitgliedsstaaten ab dem Jahr 2016 ohne Übergangsfrist dem vollständigen ZKB unterliegen werden. Infolge dieser Differenz hat die aufsichtsrechtliche Aufsicht der EZB über den Bankensektor im SREP 2015 eine SREP-Quoten für unmittelbar überwachte Institute auf Basis einer vollständig implementierten ZKB festgelegt.

Dieser Beschluss wurde im Rahmen von SREP 2016 überarbeitet. Die CCB ist Teil der Basel-III-Eigenmittelanforderungen und soll sicherstellen, dass die Banken Eigenkapitalpuffer anlegen, auf die sie im Schadensfall zurÃ? Inwiefern ist der Stress-Test 2016 mit Stress-Tests in anderen Staaten vergleichbar? Die Stress-Tests der EBA und der British Predential Regulation Authority in Großbritannien (PRA) sowie der Test Comprehensive Capital Analysis and Review in der Federal Reserve Bank (CCAR) sind aufgrund der erheblichen methodischen, szenografischen und zeitlichen Differenzen nicht unmittelbar vergleichbar.

Bis auf die Unterschiede haben der Stress-Test EBA und der Stress-Test PRA 2015 den gleichen Gesamteffekt. Im Nebenwirkungsszenario ist der Stress-Test der EBA strenger als CCAR 2010, im sehr schweren Nebenwirkungsszenario ist das Gegenteil der Fall. Wie steht der Stress-Test 20 26 im Verhältnis zum Gesamt-Assessment oder Stress-Test aus dem Jahr 2014 (letzterer wurde bekanntermaßen in das SREP 2015 aufgenommen)?

Wie sieht es aus, wenn die Eigenmittelquote einer Hausbank im Stress-Test 2016 unter der Eigenkapitalanforderung der Säule 2 im SREP 2015 liegt? Ist es möglich, daraus abzuleiten, dass die Hausbank neue Mittel aufbringen muss? Dabei ist zu berücksichtigen, dass der im Jahr 2014 im Zuge des Comprehensive Assessments (CA) durchgeführte Stress-Test wesentlich umfassender war als der bisherige Stress-Test.

2014 beteiligten sich 130 Banken an der Gesamtbeurteilung, die sich aus einem Asset Quality Test und einem Stress-Test zusammensetzte. Vor der offiziellen Übernahme der Aufsicht durch die EZB sollte die umfassende Analyse etwaige Eigenkapitallücken ermitteln und prüfen, ob es Banken gibt, die sofortige Sanierungsmaßnahmen durchführen müssen.

Angesichts der inzwischen besser positionierten und im Großen und Ganzen besser kapitalisierten Banken im Euroraum ist es das Anliegen des derzeitigen Belastungstests, die verbleibenden Schwächen zu identifizieren und die Folgen hypothetisch negativer Marktentwicklungen für die Banken zu ergründen. Der Schwerpunkt der beiden Stress-Tests 2014 und 2016 ist daher sehr verschieden.

Darüber hinaus ist das SREP 2015 aufgrund der neuen Strukturveränderungen der 2. Stütze (Aufschlüsselung nach Erfordernissen und Empfehlungen) nicht unmittelbar mit den Resultaten des im Jahr 2016 durchgeführte Belastungstests vergleichbar. Daher wäre es verfehlt zu schließen, dass eine Hausbank sofort Eigenkapital aufbringen muss, wenn ihre Eigenmittelquote im Stress-Test 2016 unter den Eigenkapitalanforderungen der 2. Säule des SREP 2015 liegt.