Feb 08
Jährlich pflegte Mohammed einen Monat auf einem Berg in der Nähe von Mekka zu verbringen, um dort Einkehr und Buße zu tun. Sicherlich ein Verhalten was nur wenigen "Auserwählten" eigen ist, nämlich solchen Menschen, die eine innere große Sehnsucht nach dem Himmel und einer anderen Welt in sich tragen.
Für einen Propheten ist das bestimmt ein angemessenes Gebaren. Es sei noch erwähnt, dass ihm Jahre vorher ein gewisser Mönch begegnet sein soll, der in ihn einen Propheten Gottes gesehen haben will. Man hatte ihm also schon recht zeitig gesteckt, dass er etwas besonderes war.
Im Jahre 610 soll ihm dort der Engel Gabriel erschienen sein.
Er hatte eine Traumvision, welche ihn an seine zukünftige Aufgabe, ein Gesandter der Himmlischen zu sein, heranführte.
"Ich schlief, als der – der
Erzengel Gabriel – mit einem beschriebenen Seidentuch zu mir kam und sprach:
'Trag vor!' Ich antwortete: 'Ich trage nicht vor' Daraufhin drückte er mich in
das (Tuch), daß ich glaubte, sterben zu müssen". – Nach viermaliger Aufforderung
fragte dann Mohammed: "Was soll ich vortragen? – und ich sagte dies nur
aus Furcht, er werde mich wieder so fürchterlich bedrängen. Daraufhin sprach er
… ( es folgen Sure 96, Verse 1-5):"
"Also ich trug vor. Er ließ ab und verschwand, ich aber
erwachte aus meinem Schlaf, und es war mir, als wären mir (diese Worte) fest in
mein Herz geschrieben."
Die Kontakte Mohammeds zu den Himmlischen (vorzugsweise dem Engel Gabriel?) wird im Koran als inspirierte Offenbarung bezeichnet. Demnach wäre Mohammed also eine Art Medium gewesen.
Der Kontakt kam vorzugsweise (wie es bei Propheten üblich ist) auf geistig-medialem Wege zustande. Natürlich spielten auch Traumgeschehen eine Rolle.
Dennoch kam es gelegentlich zu einem direkten Kontakt. Was mich etwas wundert, ist der Umstand, dass Mohammed diese besonderen Erlebnisse nicht ausführlicher schilderte. – Es mag also sein, dass man ihm von höchster Stelle davon abriet oder es sogar verbot.
In vielen Mohammedberichten geht es um seine "Himmelfahrt". Doch was war das, was der Prophet erlebte?
Mohammed durfte des Nachts einmal eine Reise mit einem Himmelsschiff unternehmen. Von Mekka ging es nach Jerusalem.
Reisen mit den Flugschiffen der Engel sind in der Geschichte immer einmal wieder bezeugt. Auch die Bibel kennt mehrere solcher "Himmelsreisen".
Für Mohammed war das gewiss ein Höhepunkt in seinem Leben. Doch solche Ausflüge wurden vordem einigen anderen auserwählten Propheten (wie z.B. Henoch, Esra oder Elia) ebenfalls zuteil.
Nachfolgende Koranzitate entstammen alle der Digitalen Bibliothek Band 46: Der Koran, (c) Verlag W. Kohlhammer]
Unter: http://www.intratext.com/IXT/DEU0018/_INDEX.HTM ist der Koran für jedermann einsehbar.
1 Gepriesen sei der, der mit seinem
Diener (d.h. Mohammed) bei
Nacht von der heiligen Kultstätte (in Mekka) nach der fernen Kultstätte (in Jerusalem),
deren Umgebung wir gesegnet haben, reiste, um ihn etwas von unseren
Zeichen sehen zu lassen (w. damit wir ihn etwas von unseren Zeichen sehen
lassen)! Er (d.h. Gott) ist der, der (alles) hört und sieht.
2 Und wir haben (seinerzeit) dem
Mose die Schrift gegeben und sie zu einer Rechtleitung für die Kinder Israels
gemacht (indem wir ihnen geboten): 'Nehmt außer mir keinen Sachwalter, 3 die
ihr die Nachkommenschaft derer seid, die wir (einst) zusammen mit Noah (auf das
Schiff) verladen (und vor der Sintflut errettet) haben!' Er (d.h. Noah) war ein
dankbarer Diener (Gottes).4 Und wir haben für die Kinder Israels in der Schrift
(oder: im Buch (der Vorherbestimmung)?) die (folgende) Entscheidung getroffen:
'Ihr werdet zweimal auf der Erde Unheil anrichten, und ihr werdet (dabei) sehr
mächtig (und anmaßend) sein. 5 Wenn nun die Drohung vom ersten (Mal) in
Erfüllung geht (w. kommt), schicken wir Diener von uns, die
Mohammed sieht den Engel (einen Ausserirdischen) von der Ferne näher kommen und in seiner Nähe landen. Offenbar befand sich der Bote Gottes in einem Fluggerät.
4 Es (oder: Er, d.h. der Koran) ist
nichts anderes als eine inspirierte Offenbarung. 5 Gelehrt hat (es) ihn einer, der
über große Kräfte verfügt, 6 und dem Festigkeit eigen ist. Er stand aufrecht da, 7 (in
der Ferne) ganz oben am Horizont. 8 Hierauf näherte er sich und kam
(immer weiter) nach unten 9 und war (schließlich nur noch) zwei Bogenlängen(?)
(entfernt) oder (noch) näher (da). 10 Und er gab seinem Diener (d.h. Mohammed)
jene Offenbarung ein. 11 Was er (so leibhaftig) gesehen hat, hat er nicht
(etwa) sich selber vorgelogen (w. Sein Herz hat nicht gelogen, was er sah). 12
Wollt ihr denn mit ihm streiten über das, was er (mit eigenen Augen) sieht?
Eine Landung hatte er schon einmal am Garten der Einkehr
beobachtet. Damals legte sich ein Schleier (eine Nebelwolke) über das
Geschehen.
13 Er hat ihn ja auch ein anderes Mal herabkommen sehen,
14 beim Zizyphusbaum am äußersten Ende (des heiligen Bezirks?), 15 (da) wo der
Garten der Einkehr ist(?), 16 (damals) als sich jene Decke (oder: Verhüllung)
über den Zizyphus legte. 17 Der Blick (des Propheten) schweifte nicht ab (so
daß er nur undeutlich hätte sehen können). Und er war nicht anmaßend. 18 Er hat
doch (auch sonst?) gar große Zeichen seines Herrn gesehen.
Das Kontaktgeschehen wurde also verschleiert, so dass zufällig dort Anwesende nichts mitbekommen konnten.
Ein Umstand, der sich bei den meisten Kontakten ganz ähnlich wiederholt. Offenbar wollen die Himmlischen nicht, dass ihre Aktivitäten bemerkt werden.
19: Er (d.h. der Koran) ist die
Aussage eines vortrefflichen Gesandten, 20 der beim Herrn des Thrones über
(große) Gewalt verfügt und Macht (und Ansehen) hat, 21 und dem man dort (im
Rahmen seiner Befehlsgewalt) Gehorsam leistet und Vertrauen entgegenbringt. 22
Euer Landsmann (d.h. Mohammed) ist nicht besessen. 23 Er hat ihn (d.h. den in Vers 19 genannten
'vortrefflichen Gesandten') ja deutlich am Horizont (w. am deutlichen Horizont)
gesehen.
D.h., Mohammed hat den Gesandten Gottes (den Engel) mit seinen eigenen Augen im Wachzustand gesehen, wenn auch nur aus gewisser Entfernung. Im Falle von Moses wurde in der Bibel folgendes berichtet:
11 Der Herr und
Mose redeten miteinander Auge in Auge, wie Menschen miteinander reden.
Warum wurde Mohammed nun gerade nach Jerusalem geführt? – Die Antwort sollte auf der Hand liegen; durch diesen Ausflug wurde die besondere Bedeutung von Jerusalem untermauert. Jerusalem war die Hauptstadt des Volkes der Juden, des Volkes dessen Gott Allah war.
Mohammed hatte also mit den selben himmlischen Akteuren zu tun wie vordem auch Christus, Esra, Salomo, Joseph, Abraham, Noah und Adam.
In Verbindung mit Mohammed wurden also die Interessen Gottes, die er einst in Verbindung mit seinem Volk der Israeliten wahrnahm, fortgeführt. Die eher feindliche Haltung der Juden gegenüber den Moslems und umgekehrt ist da eher befremdend und wohl ganz und gar nicht im Sinne der Himmlischen.
Dass es eine Korrektur der Lehre geben musste ist nachvollziehbar, denn die sogenannt christliche Kirche (Rom) lehrte nicht mehr die ursprünglich inspirierten Lehren Gottes.
Genauso wie die Italiener keine natürlichen Juden waren, waren es die Araber. Aber der Himmel intervenierte, um seine eigenen Interessen zu wahren.
Die Araber waren keine natürlichen Juden, aber sie standen mit dem Vorhaben Gottes genauso in Verbindung wie vordem die Juden.
Wenn man den Koran genau liest, werden die Araber mehrmals als die Nachkommen von Noah und Abraham genannt. Sie werden mit den Geschichten der alten Hebräer in Verbindung gebracht. Es ist zwar meist von "euren Vorfahren" die Rede, doch irgendwie sind wir nach so vielen Generationen so gut wie mit jedem verwandt. Ich bin mir ganz sicher, hier kommt das, was wir Wiedergeburt nennen, zum tragen. Jene Akteure, die einst unter den Juden inkarniert waren, waren jetzt unter den Arabern inkarniert, um in diesem Umfeld ihr Werk von einst fortzusetzen und der Interessen Gottes gerecht zu werden.
Autor:
B. Freytag
www.gottwissen.de/koran/kontakte.htm