Feb 08
Die Verweildauer auf der Erde ist befristet! Das Leben geht nicht immer weiter bis in alle Endlichkeit, bis wir uns irgendwann selbst vernichten sollten oder bis ein kosmisches Ereignis die Erde für uns unbewohnbar macht.
So wie es der Koran (und übrigens auch viele andere Heilige Schriften sagen) gibt es einen "Jüngsten Tag". Die Begriffe dafür sind natürlich unterschiedlich. Es ist auch von dem Tag Gottes die Rede, vom Gerichtstag, dem Tag des Zornes …..
Nachfolgend einige Koranzitate zu unterschiedlichen Aspekten des "Jüngsten Tages".
Die Koranzitate entstammen alle der Digitalen Bibliothek
Band 46: Der Koran, (c) Verlag W. Kohlhammer]
Unter: http://www.intratext.com/IXT/DEU0018/_INDEX.HTM ist der Koran für jedermann einsehbar.
3 Wir haben Himmel und Erde, und (alles) was dazwischen ist,
wirklich (und wahrhaftig) geschaffen, und auf eine bestimmte Frist (w.
mit einer bestimmten Frist). Aber diejenigen, die ungläubig sind, wenden sich
von den Warnungen, die an sie gerichtet sind, ab (und beharren in ihrem
Unglauben).
Die Verweilzeit auf der Erde hat natürlich Sinn und Zweck.
Wir sind in dieser Zeit gefordert, an uns selbst zu arbeiten, die Zeit zu
nutzen, um, wenn die Bewährungszeit aufhört, vor Gott einen Stand, einen
Reifegrad zu haben, der seinen Anforderungen an uns genügt.
8 (Die Strafe wird hereinbrechen)
am Tag, da der Himmel wie flüssiges Metall 9 und die Berge wie (zerzauste)
Wolle sein werden 10 und niemand nach seinem Freund (w. kein Freund nach seinem
Freund) fragen wird (da dann jeder vollauf mit sich selber beschäftigt ist).
Offenbar wird der Gerichtstag mit einem apokalyptischen Szenario einhergehen. Das Leben scheint dadurch in weiten Bereichen ausgelöscht zu werden.
54 Und sie (d.h. die Kinder
Israels) schmiedeten Ränke. Aber (auch) Gott schmiedete Ränke. Er kann es am
besten. 55 (Damals) als Gott sagte: 'Jesus! Ich werde dich (nunmehr) abberufen
und zu mir (in den Himmel) erheben und rein machen, so daß du den Ungläubigen
entrückt bist. Und ich werde bewirken, daß diejenigen, die dir folgen, den Ungläubigen bis zum Tag der
Auferstehung überlegen sind. Dann (aber) werdet ihr (alle) zu mir
zurückkehren. Und ich werde zwischen euch entscheiden über das, worüber ihr (im
Erdenleben) uneins waret. 56 Diejenigen, die ungläubig sind, werde ich im
Diesseits und im Jenseits schwer bestrafen. Und sie haben (dereinst) keine
Helfer.' 57 Denen aber, die glauben und tun, was recht ist, wird er (d.h. Gott)
ihren vollen Lohn geben. Gott liebt die Frevler nicht.
Jemand, der zu den Belehrten gehört, ist zweifelsfrei von Vorteil. Er weiß, dass Gott von ihm Rechenschaft verlangt, und wird sich in seinem Leben mehr Mühe geben "gut" zu sein, als andere. Auch wird er wissen, was Gott von einem "Gläubigen" erwartet. Er kann sich also ganz bewusst in seinem Leben um die Dinge kümmern, die für Gott von Wert sind.
103 Die große Angst (vor dem
Gericht, der die anderen Menschen ausgesetzt sind) macht sie nicht traurig. Und
die Engel kommen ihnen entgegen (mit den Worten): 'Das ist euer Tag, der euch
(in eurem Erdenleben) versprochen worden ist.' 104 (Dieser Zustand tritt ein?)
am (jüngsten) Tag, da wir
den Himmel zusammenfalten, wie man eine Urkunde (?) zum Brief (?) (oder:
wie man Urkunden zu Briefen (?), oder: wie der Schreiber Schriftstücke?)
zusammenfaltet (?). Wie wir eine erste Schöpfung (zur Existenz im Diesseits)
hervorgebracht (w. begonnen) haben, wiederholen wir sie (bei der Auferweckung
zur Existenz im Jenseits). (Dies ist) ein Versprechen, das (einzulösen) uns
obliegt. Wir tun das (wirklich).
Der jüngste Tag ist der Tag, an dem die Zeit in unserem Sinne Mensch auf Erden zu sein abläuft. Die Zeit ist um, das Spiel ist aus. Eine Zeit Bilanz zu ziehen, was hat es gebracht, was haben wir aus unseren Gelegenheiten gemacht?
48 (Er wird seine Drohung wahr
machen) am Tag, da die
Erde gegen eine andere eingetauscht wird, und (ebenso) die Himmel, und
(da) sie (d.h. die Ungläubigen) (aus der Masse der übrigen Menschen) vor Gott
herauskommen, den Einen und Allgewaltigen.
Wir leben nur auf Zeit auf dieser Erde. Am "Jüngsten Tag" wird abgerechnet. Wie geht es danach weiter? Der Koran (übrigens auch die Bibel) bringt eine "Neue Erde" ins Spiel.
30 Auf diejenigen, die sagen: 'Unser Herr ist Gott' und
hierauf geraden Kurs halten, kommen die Engel (vom Himmel) herab (mit
den Worten): 'Ihr braucht (wegen des Gerichts) keine Angst zu haben und (nach der
Abrechnung am jüngsten Tag) nicht traurig zu sein. Freut euch darüber, ins
Paradies zu kommen, das euch versprochen worden ist! 31 Wir sind im diesseitigen Leben und im Jenseits
eure Freunde. Und ihr werdet im Paradies (w. in ihm) haben, was euer
Herz begehrt und wonach ihr verlangt, - 32 ein Quartier (das euch) von einem (zugedacht ist),
der barmherzig ist und bereit zu vergeben.' 33 Wer hätte etwas Besseres zu
sagen, als einer, der (die Menschen) zu Gott ruft, tut, was recht ist und sagt:
'Ich bin (einer) von denen, die sich (Gott) ergeben haben?'
Die Engel, die Diener Gottes, sind unsere Begleiter. Sie sind unsere Freunde. Sie sind es jetzt, und sie werden es auch noch sein, wenn wir in ihre Sphäre aufgerückt sein mögen.
Ein Quartier ist ein Ort, an dem man untergebracht oder beheimatet wird. D.h., wir werden je nach unserer Eignung (nach dem Jüngsten Tag) ein uns zugedachtes Quartier bekommen. Im günstigsten Falle wäre das wohl das sogenannte Paradies, ein Ort in Gottesnähe.
187 Man fragt dich, wann die Stunde
(des Gerichts) eintreffen wird. Sag: Über sie weiß nur mein Herr Bescheid. Er
allein läßt sie in Erscheinung treten, wenn ihre Zeit da ist. Schwer lastet sie
(auf aller Kreatur) im Himmel und auf der Erde. Sie wird (einmal) ganz
plötzlich über euch kommen. Man fragt dich (nach ihr), wie wenn du über sie
genau im Bilde wärest (?). Sag: Über sie weiß nur Gott Bescheid. Aber die
meisten Menschen wissen nicht Bescheid.
Genau wie die Bibel nennt auch der Koran nicht die Zeit, in der das Gericht über uns Menschen hereinberechen wird.
Das scheint so gewollt zu sein, denn wüssten die Menschen, wann der Tag und die Stunde der Gerichts hereinbrechen, würden sie ihr Leben (ein gutes Leben) gewiss nur vortäuschen. Ihr Leben wäre nicht echt. Und man bedenke die Panik, die entstehen würde, wenn der Tag kurz bevor steht.
111 Und sie (d.h. die Leute der
Schrift) sagen: 'Niemand wird ins Paradies eingehen außer denen, die Juden oder
Christen sind.' Das sind (nur) ihre (persönlichen) Wünsche. Sag: Bringt doch
euren Beweis vor, wenn (anders) ihr die Wahrheit sagt! 112 Aber nein! Wer (auch
immer) sich Gott ergibt und dabei rechtschaffen ist, dem steht bei seinem Herrn
sein Lohn zu. Und sie (d.h. diejenigen, die gottergeben und rechtschaffen sind)
brauchen (wegen des Gerichts) keine Angst zu haben, und sie werden (nach der
Abrechnung am jüngsten Tag) nicht traurig sein.
Das Paradies steht allen Menschen offen. Christen, Moslems oder Juden haben darauf keinen alleinigen Anspruch. Jener wird erwählt, der als rechtschaffen befunden wird. Die ausgeübte Religion spielt dabei keine Bedeutung. Allemal verschafft sie einige Vorteile. Siehe den Abschnitt: Christi Nachfolger sind überlegen.
6 Du Mensch! Du strebst mit all deinem Bemühen deinem Herrn zu, und so
wirst du ihm (dereinst) begegnen. 7 Wem (dann) seine Schrift (mit dem
Verzeichnis seiner Taten) in seine Rechte gegeben wird, 8 mit dem wird
glimpflich (w. leicht) abgerechnet werden, 9 und er wird froh (und unbeschwert)
zu seinen Angehörigen zurückkehren (die er dann bereits im Paradies
vorfindet?). 10 Wem dagegen seine Schrift (mit dem Verzeichnis seiner Taten)
von hinten her (w. hinter seinem Rücken) gegeben wird, 11 der wird ach und weh
schreien 12 und in einem Höllenbrand schmoren. 13 Er war (zu Lebzeiten) froh
(und unbeschwert) im Kreis seiner Angehörigen 14 und meinte, daß es immer so
bleiben würde (w. daß er nicht (davon) abkommen würde). 15 Aber nein! Sein Herr
durchschaute ihn wohl (und achtete auf das, was er tat).
Die Taten die man lebt werden aufgezeichnet. Ob es sich dabei um wirkliche Bücher handelt sei dahingestellt. Aber unsere gelebten Leben sind registriert. Ich gebe aber zu bedenken, dass Gottes Rechtsmaß in keiner Weise mit dem der Menschen gleichzusetzen ist. Es mag also sein, dass Gott gewisse Dinge scharf verurteilt, obgleich sie in einer irdischen Gesetzsprechung niemals aufgeführt wären; z.B. wenn man Möglichkeiten gehabt hätte etwas "Gutes" zu bewirken, das aber nicht in Angriff genommen hat. – Auch der umgekehrte Fall mag möglich sein, man hat sich einer Straftat schuldig gemacht, doch die Rahmenbedingungen sprechen einen vielleicht vor dem himmlischen Gericht frei.
Autor:
B. Freytag
www.gottwissen.de/koran/gericht.htm