Der Fall

hinab auf die Erde

 

Feb 08

 

In Folge soll der Fall des Menschen auf die Erde beleuchtet und hinterfragt werden, wobei insbesondere Hinweise aus dem Koran berücksichtigt werden sollen.

 

Hinab auf die Erde

Sure 7

13 Gott (w. Er) sagte: 'Geh von ihm (d.h. vom Paradies) hinab (auf die Erde)! Du darfst darin nicht den Hochmütigen spielen. Geh hinaus! Du gehörst (künftig) zu denen, die gering geachtet sind.'

 

19 Und (Gott sagte): 'Adam! Verweile du und deine Gattin im Paradies, und eßt (Früchte), von wo ihr wollt! Aber naht euch nicht diesem Baum, sonst gehört ihr zu den Frevlern!' 20 Da flüsterte ihnen der Satan (böse Gedanken) ein, um ihnen kundzutun, was ihnen von ihrer Scham (w. Schlechtigkeit) (bis dahin) verborgen war. Und er sagte: 'Euer Herr hat euch diesen Baum nur verboten, (um zu verhindern) daß ihr zu Engeln werdet oder (sonst) zu Wesen, die ewig leben.' 21 Und er schwur ihnen (und beteuerte): 'Ich rate euch gut.' 22 Und so beschwatzte (?) er sie, indem er (sie) betörte. Als sie nun von dem Baum gegessen hatten, wurde ihnen ihre Scham kund, und sie begannen, Blätter (von Bäumen) des Paradieses über sich zusammenzuheften. Und ihr Herr rief ihnen zu: 'Habe ich euch nicht jenen Baum verboten und euch gesagt: Der Satan ist euch ein ausgemachter Feind?' 23 Sie sagten: 'Herr! Wir haben (indem wir dein Verbot mißachteten) gegen uns selber gefrevelt. Wenn du nicht uns vergibst, und dich unser erbarmst, werden wir (dereinst?) zu denen gehören, die den Schaden haben.' 24 Gott (w. Er) sagte: 'Geht hinab (auf die Erde)! Ihr (d.h. ihr Menschen und der Satan) seid (künftig) einander feind. Und ihr sollt auf der Erde (euren) Aufenthalt haben, und Nutznießung auf eine (beschränkte) Zeit.' 25 Er sagte: 'Auf ihr werdet ihr leben und auf ihr sterben, und aus ihr werdet ihr (dereinst bei der Auferstehung wieder) hervorgebracht werden.'

 

Hinweis:

Die Koranzitate entstammen alle der Digitalen Bibliothek Band 46: Der Koran, (c) Verlag W. Kohlhammer]

 

Unter: http://www.intratext.com/IXT/DEU0018/_INDEX.HTM ist der Koran für jedermann einsehbar.

 

 

Ein himmlischer Ort

Wie unter Paradies gezeigt, dürfte es sich bei dem Paradies um einen "himmlischen" Ort gehandelt haben. Das Verhalten von Adam und Eva (essen der verbotenen Frucht) war also ein Geschehen, welches sich nicht in der Sphäre der Erde ereignet hatte. Bibelleser würden dies Geschehen eher mit einem Ereignis verbinden, welches sich auf der Erde ereignete.

 

Im Himmel gesündigt

Wir nehmen an dieser Stelle also den Hinweis aus dem Koran ernst und verlegen jene "Sünde", die in Folge zum Fall auf die Erde führen sollte, in eine ausserirdische Welt. Nennen wir diese Sphäre, um an die althergebrachten Begriffe anzuknüpfen, Paradies.

 

Keine Krankheiten

Das Paradies im "Himmel" (einer ausserirdischen Sphäre) war insofern paradiesisch, als dass die Menschen mit einer anderen Körperlichkeit bekleidet waren. In dieser gab es viele Ärgernisse des irdischen Lebens, wie Krankheit, Schmerzen, Hunger, Altern u.v.m., nicht.

 

Die Verführung

Satan steckte den Menschen, dass sie (wenn sie nur …) so werden könnten wie die Engel. Gott habe den Menschen etwas vorenthalten! Das war wohl tatsächlich so, doch hatte "Gott" in seinem Plan einen Sinn und Zweck damit verknüpft, dass der "Mensch" dereinst noch gewisse Einschränkungen auferlegt bekam.

 

Integration lernen

Aus anderen Quellen wird berichtet, dass den Menschen z.B. ihre Herkunft (Polarität) verschwiegen wurde. Demnach hatten sich die Menschen vordem schon, in nicht enden wollenden galaktischen Kriegen, immer wieder aufgerieben. Um dieser fast ausweglosen Situation ein Ende zu bereiten, sollten sie sich erst einmal in Integration üben, also zu einer friedfertigen Spezies werden, die in anderen nicht gleich einstige Feinde sieht, mit denen sie noch offene Rechnungen hatten.

 

Unter Quarantäne gestellt

Als dieser neuen Spezies ihre einstige Identität zugesteckt wurde (das Wissen über Gut und Böse), hatte sie keinen Platz mehr im "Himmel". Sie wurde auf die Erde verbannt. Was nichts anderes heisst, als dass sie auf dem Planeten Erde unter Quarantäne gesteckt wurde.

Hier konnten die Menschen unter kontrollierten Bedingungen ihren Neigungen (z.B. Krieg zu führen) nachgehen.

Sie standen unter ständiger Beobachtung Gottes. Oder sagen wir, die Engel Gottes, die über das Projekt Erde bestellt waren, überwachten die Tätigkeiten der Menschen genau. Sie beobachteten auch, wie sie sich entwickelten. Und wenn es sein musste, griffen sie auch in das Geschehen ein, um den Lauf der Geschichte in ihrem (erzieherischen) Sinne zu beeinflussen, wozu letztendlich auch gehörte, in gewissen Abständen Propheten zu erwecken.

 

Der Fall

Der Fall des Menschen ist also in Wirklichkeit ein ziemlich komplexes Szenario; eine (unsere) Vergangenheit, in der wir viel Unheil angerichtet haben. Wir müssen also geheilt werden von den in uns steckenden Neigungen, die ihre Ursachen in weit zurückliegenden Geschehnissen haben.

Dazu haben wir von den Himmlischen eine gewisse Zeit ("Nutznießung auf eine beschränkte Zeit") eingeräumt bekommen. In dieser Zeit, von vielen tausend Jahren, haben wir die Gelegenheit wiederholt als Mensch auf die Erde zu kommen, um unter jeweils völlig unterschiedlichen Bedingungen auf der Erde unsere Lektionen zu lernen. Am sogenannten "Gerichtstag" ist diese Zeitspanne abgelaufen. Dann wird über uns Gericht gehalten.

Haben wir uns dann als gebessert erwiesen, steht unserer Rückkehr in Paradies, in die Heimat Gottes, nichts mehr im Wege.



Autor: B. Freytag

www.gottwissen.de/koran/gefallen.htm