Der große Drache

in der Apokalypse

 

Dezember 2008

 

Wenn man es genau nimmt, gibt es den "Drachen" in der Bibel gar nicht, zumindest wenn man das letzte Buch, die Apokalypse des Johannes, ausklammert.

Dennoch schien man damals die Begrifflichkeit eines "Drachen" sehr wohl zu kennen, denn sowohl Jeremia als auch Daniel geben uns einmal einen Bezug zum Drachen.

 

Hinweis: Die Bibelzitate sind alle aus der Einheitsübersetzung.

 

Jer 51,34

Nebukadnezzar, der König von Babel, hat mich gefressen und weggerafft, mich beiseite gestellt wie ein leeres Gefäß. Er hat mich wie ein Drache verschlungen, hat sich den Bauch gefüllt und mich aus dem Ort meiner Wonne vertrieben.

 

Drachen stehen also für Gefräßigkeit, Stärke und Macht.

 

Dan 14,23

Es gab auch einen großen Drachen, den die Babylonier wie einen Gott verehrten.

 

Viele Asiaten verehren heute noch den Drachen. Ein Brauch, der schon recht alt sein dürfte, denn der Prophet Daniel erwähnt einen Drachen, (als Statue) welchen die Babylonier verehrten.

Drachen waren also bekannt; in sofern soll man sich auch nicht wundern, wenn es hier und da Veranschaulichungen in Sachen "Drachen" gibt.

 

Der große Drache

Im letzten Bibelbuch wird dem "Drachen" ein Gesicht gegeben. So wie ich das verstehe, wird der dort genannte "Drache" mit einer gottesfeindlichen Macht assoziiert.

Und da der "Satan" wiederum als der Erzfeind Gottes gilt, sollte man sich nicht wundern, dass er auch mit dem "Drachen" gleichgesetzt wird.

 

Unstimmigkeiten

Betrachtet man unterschiedliche Quellen, wird man auf Unstimmigkeiten stoßen.

Ich werde das Geschehen hier (bis auf einige Anmerkungen) nicht näher hinterfragen und überlasse es dem Leser, sich seine eigenen Gedanken zu machen.

 

Ein politisches System

Offb 12

3 Ein anderes Zeichen erschien am Himmel: ein Drache, groß und feuerrot, mit sieben Köpfen und zehn Hörnern und mit sieben Diademen auf seinen Köpfen.

4 Sein Schwanz fegte ein Drittel der Sterne vom Himmel und warf sie auf die Erde herab. Der Drache stand vor der Frau, die gebären sollte; er wollte ihr Kind verschlingen, sobald es geboren war.

 

Ein Drache mit mehreren Köpfen dürfte nicht buchstäblich gemeint sein. Insofern muss es hier auch keinen direkten Bezug zur Echsenrasse geben.

 

 

Krieg im Himmel

Offb 12

7 Da entbrannte im Himmel ein Kampf; Michael und seine Engel erhoben sich, um mit dem Drachen zu kämpfen. Der Drache und seine Engel kämpften,

8 aber sie konnten sich nicht halten, und sie verloren ihren Platz im Himmel.

9 Er wurde gestürzt, der große Drache, die alte Schlange, die Teufel oder Satan heißt und die ganze Welt verführt; der Drache wurde auf die Erde gestürzt, und mit ihm wurden seine Engel hinabgeworfen.

 

Die alte Schlange

Die alte Schlange (wohl ein Bezug zum Verführer des frühen Menschen), der Teufel (Gottes Verleumder), Satan (der Widersacher Gottes).

Die frühen sumerischen Schriften identifizieren Enki mit dem Verführer des Menschen.

Jedoch schlüpft in späterer Zeit sein Sohn Marduk mehr und mehr in die Rolle der Schlange.

Rivalitäten im Göttergeschlecht dürften wesentlich für das Bild der Schlange (des Drachen) Pate gestanden haben.

 

Krieg vor 5000 Jahren?

Nach der Definition der Bibel gab es einen Kampf zwischen Michael und seinen Heerscharen und dem Drachen mit seinen Heerscharen. Es wird nicht gesagt, wann dieser Krieg stattfand. Handelte es sich um ein geschichtliches Ereignis(?), in dessen Folge die "Drachen" auf die Erde verbannt wurden? Geschichtlich sind solche Kriege überliefert und könnten ein Grund dafür sein, weswegen sich eine - oder mehrere - reptiloide Rassen im Bauch der Erde verbergen.

 

Im 20sten Jahrhundert

Genauso könnte es sich aber um einen (aus der Sicht des Johannes) zukünftigen Krieg gehandelt haben; z. B. den Ereignissen in Verbindung mit der Tunguskakatastrophe. Auch hier sprechen einige Quellen von einem himmlischen Kampf.

 

Offb 12

13 Als der Drache erkannte, daß er auf die Erde gestürzt war, verfolgte er die Frau, die den Sohn geboren hatte.

14 Aber der Frau wurden die beiden Flügel des großen Adlers gegeben, damit sie in die Wüste an ihren Ort fliegen konnte. Dort ist sie vor der Schlange sicher und wird eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit lang ernährt.

15 Die Schlange spie einen Strom von Wasser aus ihrem Rachen hinter der Frau her, damit sie von den Fluten fortgerissen werde.

16 Aber die Erde kam der Frau zu Hilfe; sie öffnete sich und verschlang den Strom, den der Drache aus seinem Rachen gespien hatte.

17 Da geriet der Drache in Zorn über die Frau, und er ging fort, um Krieg zu führen mit ihren übrigen Nachkommen, die den Geboten Gottes gehorchen und an dem Zeugnis für Jesus festhalten.

18 Und der Drache trat an den Strand des Meeres.

 

Macht des Drachen

Offb 13,2

Das Tier, das ich sah, glich einem Panther; seine Füße waren wie die Tatzen eines Bären und sein Maul wie das Maul eines Löwen. Und der Drache hatte ihm seine Gewalt übergeben, seinen Thron und seine große Macht.

 

Wer verteilt auf unserer Erde die Machtverhältnisse? Die Wähler??? – Wohl eher nicht, uns wird nur eine Art Pseudodemokratie vorgegaukelt. Regieren tun hier andere und mein Verdacht ist nicht ganz unbegründet, dass die (zumindest einige der) Strippenzieher sich im Innern der Erde eingerichtet haben. In dem Aufsatz:

Agharti (Das Geheimnis von Shamballah) habe ich einige Zitate gesammelt, die solches belegen.

 

Kerker des Teufels

Offb 20,3

Er warf ihn in den Abgrund, verschloß diesen und drückte ein Siegel darauf, damit der Drache die Völker nicht mehr verführen konnte, bis die tausend Jahre vollendet sind. Danach muß er für kurze Zeit freigelassen werden.

 

Entweder wird nach dem Tage X die Bewegungsfreiheit des Drachens noch weiter eingeschränkt, oder die unten, im Innern der Erde, bekommen prominenten Zuwachs.

Dies soll bewirken, dass den Menschen in einer Millenniumszeit (1000 Jahre) ein (vom Teufel) unbeeinflusstes Leben garantiert ist.

Wenn dann alles wirklich mit rechten Dingen zugeht, dürften die Menschen ihr wahres Gesicht zeigen, und (weitgehend?) unbeeinflusst von finsteren Mächten leben können. Wird es dann endlich keine Kriege mehr geben???

 

 

Drache (Lexikon zur Bibel)

1) Das hebr. tannim (LXX: drakon) meint ganz ähnlich wie das dt. Wort D. ein gefährliches Ungeheuer, meist Seeungeheuer (Ps74,13; Hes29,3; 32,2). Nahezu gleiche Bedeutung haben auch -› Leviatan und -› Rahab (II). Tannin kommt auch in 1Mo1,21; Hiob7,12; Ps148,7 vor, wo es LÜ mit Walfisch, Drache oder großer Fisch wiedergibt, während in Jer14,6 mit tannim = Schakale gemeint sind. In 2Mo7,9f.12 (LÜ: Schlange); 5Mo32,33 und Ps91,13 sind wahrscheinlich nur Giftschlangen gemeint.

In den Mythologien, bes. den Schöpfungsmythen aller Völker des Altertums spielt der D. eine große Rolle als Verkörperung einer den Göttern oder dem obersten Gott feindlichen Macht. …

 

 

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Autor: B. Freytag

www.gottwissen.de/ET/bibeldrache.htm